Dass Abby Sunderland „es drauf hat“, ist wohl jedem klar geworden der ihren Weltrekordversuch zur alleinigen und nicht-assistierten Non-Stop-Umsegelung der Erde in den Medien verfolgt hat. Das dachten sich auch die Mitarbeiter der amerikanischen Ferrero- Konzerns, als sie der Teenagerinn Abby ein 5-Kilo-Glas Nutella nach ihrer vorzeitigen Ankunft in den USA überreichten.
Die sechzehnjährige Amerikanerin musste ihren zweiten Versuch am zehnten Juni diesen Jahres nach einem Mastbruch im Indischen Ozean abbrechen. Sie war am sechsten Februar im mexikanischen Cabo San Lucas aufgebrochen und hatte unter Anteilnahme einer stetig wachsenden Fangemeinde den östlichen Pazifik durchsegelt. Etwa eineinhalb Monate später, am 31. März, passierte die gebürtige Kalifornierin das Kap Horn an der Südspitze des amerikanischen Kontinents als bis dahin jüngste Seglerin.
Bereits im zarten Alter von sechs Monaten hatte die selbstbewußte Abby ihren ersten Segeltörn. Die zweitälteste von sieben Geschwistern wurde schon in jungen Jahren von ihrem Vater Laurence im Segeln geschult. Auch unter widrigsten Wetterbedingungen legte die Teenagerin dabei zahlreiche Seemeilen zurück. Jedoch machte ihr diesmal nicht das Wetter ihren Rekordversuch zunichte. Nach der Atlantikpassage musste Sunderland ihren Rekordversuch einschränken, denn nötige Reparaturarbeiten zwangen sie in den Kapstädter Hafen an der südafrikanischen Küste. Nach Beendigung der Instandsetzung stach sie an einem Freitag, entgegen alten Seemannsregeln, mit ihrer 40 Fuß Segeljacht „Wild Eyes“ erneut in See.
Etwa 3200 Kilometer vom westaustralischen Perth entfernt fand Sunderlands Segelreise zur Umrundung der Erde nach einem Mastbruch ein verfrühtes aber glimpfliches Ende. Die Jugendliche hatte am zehnten Juni, rund vier Monate nach ihrem Aufbruch aus Mexiko zwei elektronische Notsender aktiviert und wurde zwei Tage später von einem französischen Schiff der Fischfangflotte gerettet. Ihr Segler wurde dem indischen Ozean überlassen. Nach ihrer Rückkehr gab sie bekannt in Zukunft einen weitern Rekordversuch zu unternehmen und ein Buch über ihre Erlebnisse auf hoher See zu schreiben. Man darf also weiterhin gespannt sein.
Autor: admin - Webseite