Fast jeder hat schon einmal einen Werbespot einer der verschiedenen Klingeltonfirmen gesehen – meist wird aufdringlich für neue Töne für das Handy geworben. Keine Frage, diese Werbung zielt meist auf Jugendliche ab. Jugendliche, die meist „nur“ Prepaid Tarife zu ihrem Mobiltelefon haben, also Tarife, die über Prepaid Karten aufgeladen werden und keine Vertragsbindung haben.
Häufig suggeriert die Klingeltonwerbung, dass man durch Anwahl der angegebenen Nummer nur einen Klingelton erwirbt. Ganz abgesehen davon, dass selbst die Preise für nur einen Ton schon fernab von Gut und Böse liegen (vergleichbare vollwertige Musikstücke, die man z. B. bei iTunes oder Musicload erwerben kann, liegen preislich darunter) – meist kauft man nicht nur einen Klingelton, sondern schließt ein Abonnement ab.
Ein Hinweis darauf findet sich meist nur im Kleingedruckten – von dem der Rest des Werbespots aber auch geschickt ablenkt. Zwar wurde diese Gestaltung schon häufiger von Kunden und Verbraucherverbänden kritisiert, dennoch lässt sich dieses Verhalten auch heute noch vorfinden.
Was hat all dies nun mit Prepaid Handys zu tun? Nun, sollte aus Versehen oder auch auf eigenen Wunsch hin ein solches Klingelton Abo zu Stande kommen, bekommt der Konsument jeden Monat eine bestimmte Anzahl Klingeltöne zum Download freigeschaltet. Dafür wird eine monatliche Gebühr erhoben und bei einem Prepaid Tarif direkt vom Guthabenkonto abgebucht. So weit, so gewöhnlich.
Was aber nun, wenn das Guthaben nicht für die monatliche Rate ausreicht? Erhält der Handykunde nun eine Mahnung? Das wäre wünschenswert, um volle Kostenkontrolle zu haben. Die Anbieter sparen sich aber meist die Mahngebühren und buchen dann einfach im nächsten Monat doppelt ab – und das eventuell sauer vom Taschengeld abgesparte Guthaben ist schnell wieder weg.
Weisen Sie Ihre Kinder also daraufhin, dass moderne Klingeltöne zwar eine schöne Sache sein können, aber nicht jeden Preis wert sind. Es gibt weitaus preiswertere Möglichkeiten, um seinen aktuellen Lieblingssong als Rufton auf dem Handy zu haben – informieren Sie sich!
Autor: netnut - Webseite