Der Aal oder auch Aalfisch genannt heißt auf lateinisch: Anguillidae und ist ein räuberischer Knochenfische mit kleinen Schuppen und vielen Schleimzellen in der Haut. Aale ernähren sich von Mücken, Larven, Regenwürmern, Muscheln und kleinen Fischen.
Bekanntesten Arten der Flussaale sind der Europäische Aal (lat.: Anguilla anguilla) und der amerikanische Aal (Anguilla rostrata). Beide Arten leben zeitweise im Süßwasser, die Eiablage erfolgt aber in der Sargassosee.
Die nur wenige Millimeter großen, Weidenblatt ähnlichen Aal-Larven wandern, größer werdend, mit dem Florida- und Golfstrom nach Nord-West oder Nord-Ost. Die 1. Larven der europäischen Art erreichen nach etwa drei Jahren den Kontinentalsockel Europas. Die Larven verwandeln sich an den europäischen. Küsten unter Abnahme ihrer Länge in die durchsichtigen Glassaale. Diese Jungaale steigen zum großen Teil in die Flüsse auf.
Hier färben sie sich dunkler und gelangen durch die Binnengewässer in das Landesinnere. Die Männchen wachsen in 3-8 Jahren auf 40-50 cm. die Weibchen in 5-20 Jahren auf 100-150 cm heran.
Nach Erreichen eines bestimmten Reifegrades, Blank-Aal oder auch Silber-Aal genannt, stellen Aale die Nahrungsaufnahme ein und wandern wahrscheinlich in die Sargassosee zurück. Dort laichen sie ab und sterben. Die Wanderung der europäischen Fluss-Aale zurück in die Sargassosee konnte noch nicht inwandfrei nachgewiesen werden.
Der Aal ist ein beliebter Speisefisch. Aal-Blut enthält das Nervengift Ichthyotoxin, das durch Kochen oder Räuchern zerstört wird. Zum Aal-Fang dienen unter anderem Reusen und elektrische Fanggeräte: Aal-Gabeln sind strengstens verboten!
Der Bestand an Fluss Aalen in Europa ist heute noch potenziell gefährdet. Einige Ursachen unter vielen hierfür sind eine in den letzten Jahren nicht ausreichend nachhaltig ausgeübte Befischung, der die Gesundheit der Tiere schwächende Befall mit Parasiten, sowie die Verbauung der Flüsse. z.B. mit Wasserkraftwerken, in deren Turbinen die Tiere verenden.
In den letzten Jahren versucht die Fischereiwirtschaft zunehmend durch Aal-Leitern und Fischpässe (Fischwege) dem Aal Möglichkeiten zur Überwindung der Stauwehre in Flüssen zu geben.
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