Archive for April, 2011
Die WHO schätzt das es weltweit 278 Millionen Menschen mit einem Hörverlust gibt. Die Menge der Menschen mit einem Hörverlust entspricht somit in etwa der Einwohnerzahl der USA. Dieser Personenkreis ist von leichtem bis schwerem Hörverlust auf beiden Ohren betroffen.
Mit einem Cochlea-Implantat wieder hören
Vielen dieser Menschen kann mit einem Cochlea-Implantat geholfen werden. Bei einem Cochlea-Implantat (CI) handelt es sich um eine Implantatlösung für Menschen deren Hörnerv noch intakt ist. Ist der Hörnerv nicht vorhanden oder nicht funktionsfähig, helfen auch CIs nicht mehr weiter.
Ein Cochlea-Implantatsystem stimuliert direkt die Nervenfasern der Cochlea. Der Hörnerv übermittelt diese Signale dann an das Gehirn, wo sie als akustische Ereignisse wahrgenommen werden.
Das kleinste und leichteste Cochlea-Implantat kommt derzeit von Medical Electronics (MED-EL) aus Österreich. MED-EL gehört zu den international führende Anbietern von Hörimplantaten. Gegründet wurde das Unternehmen von Dr. Ingeborg und Prof. Dr. Erwin Hochmair. Bereits im Jahre 1977 entwickelten sie gemeinsam das erste mikroelektronische Mehrkanal-Cochlea-Implantat.
Der Hörverlust
Der Hörverlust sollte immer von einem Audiologen oder einem HNO-Facharzt untersucht werden. Je nach Art und den Grad des Hörverlusts gibt es verschiedene Lösungen. Nicht immer kann ein CI helfen. Um das Ergebnis der Untersuchungen besser darzustellen wird dafür in der Regel ein Audiogramm erstellt.
Arten des Hörverlustes
Am häufigsten leiden Menschen unter Schallempfindungsschwerhörigkeit. Die Ursache hierfür ist das Fehlen oder die Beschädigung von Sinneszellen (Haarzellen) in der Cochlea.
Bei der Schallleitungsschwerhörigkeit liegt das Problem des Hörverlustes im Außen- oder Mittelohr. Hier findet keine reguläre Weiterleitung des Schalls an das Innenohr statt.
Bei der kombinierten Schwerhörigkeit gibt es beim Patienten sowohl eine Schallempfindungsschwerhörigkeit als auch eine Schallleitungsschwerhörigkeit.
Von einem neuralen Hörverlust spricht man, wenn der Hörnerv die Signale nicht an das Gehirn weiterleiten kann. Hier helfen auch CIs nicht mehr weiter.
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